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Endlich ein Sieg!
2005-03-22
 

Endlich gibt's hier den ersten Sieg zu vermelden! Und zwar am Säuliämtler OL vom vorletzten Samstag. OK, ok, über den Wert kann man bei zwei Teilnehmern streiten, aber man gibt sich manchmal auch mit wenig zufrieden ;-) Am Freitag vor dem Lauf verspürte ich plötzlich Lust, wieder mal einen OL zu machen, und da dieses Jahr die Teilnehmerzahlen wegen des Wetters und des Nationalen am Sonntag eher tief waren, gab's im Rechnungsbüro auch nicht viel zu tun und ich konnte guten Gewissens einen Abstecher in den Aeugsterberg machen. Es war hart! Teilweise knietiefer Schnee, denn der Aeugsterberg ist doch gut 800m hoch. Hat Spass gemacht, das ganze, so dass ich mich gleich für den Tessiner 2-Tägeler nachmeldete! Und ich fühlte mich beim ersten Quertraining seit September ganz ok! Nur der Muskelkater bis am folgenden Mittwoch zeigte, dass sich meine Waden anscheinend nicht mehr sonderlich an Steigungen gewohnt sind...

--> Karte Säuliämtler

 

 

2-giorni Ticino

Im Tessin hat's mir immer gut gefallen, grad im Frühling, wenn's dort schon so richtig warm ist und bei uns zuhause noch nass und kalt. War dieses Jahr zwar auch nicht grade schlecht im Norden, aber die (angeblichen, laut Radio DRS) 28 Grad in der Magadino Ebene haben dann doch alle Erwartungen übertroffen. Es kam mir schon warm vor im Scarpapé oberhalb Bellinzona, aber viel mehr als 20 Grad hätt ich jetzt nicht geschätzt. 6,6km 390Hm, ein Klacks, dachte ich vor dem Lauf, der dann jedoch vor allem gegen den Schluss doch nahrhafter als erwartet wurde! Mir gelang ein technisch sauberer Lauf ohne grobe Fehler, einzig ein paar Routen gelangen mir nicht optimal. Sehr zufrieden war ich auch mit dem Resultat, dem zweiten Sieg im zweiten Lauf diesen Frühling ;-)

--> Karte 1. Tag

Mit einem Polster von gut 2 Minuten auf den Tessiner-Altmeister Stefano Maddalena eröffne ich also am Sonntag also den Jadgstart. Mein vermeintlich härtester Konkurrent Urs Müller liegt bereits 4 Minuten zurück. Mit einem sauberen Lauf sollte also nichts schiefgehen... ein sauberer Lauf wurde es, doch als ich nach Posten 10 ein Knacken hinter mir höre und Urs Müller sehe, ist's aus mit der Ruhe! Stefano hat ebenfalls fast aufgeschlossen. Was ist passiert? Ich weiss es nicht, gut, die eine oder andere Route bin ich nicht optimal gelaufen und bei Posten 7 verlor ich durch eine Unsicherheit etwa 30''. Aber 4 Minuten? Die Zwischenzeiten belegen klar und deutlich: ich bin zu langsam gelaufen, obschon ich das Gefühl hatte, am Anschlag zu sein. Nachdem mich Urs aufgeholt hat, kann ich aber auch einen Gang raufschalten, also trügte dieses Gefühl vorher gewaltig. Jetzt geht also die Post ab! Urs und ich drücken gegenseitig aufs Tempo, Stefano versucht dranzubleiben, doch wir können einen kleinen Sicherheitsabstand zu ihm halten. Ab Posten 17 wird es richtig hektisch, die Nerven liegen blank. Ich meine zuerst, Posten 19 ist der letzte, also greife ich zu 18 an, mache aber einen Fehler (und Urs mit mir). Vor 19 merke ich, dass es erst der zweitletzte ist, es aber zum letzten aber alles dem Weg nach geht, also Vollgas! Wenn ich gegen den muellerschen Turbo-Booster eine Chance haben will, muss ich den letzten Posten um jeden Preis als erster stempeln. Ich gebe alles, wir sind gleichauf beim Posten. In der Hektik brauchen wir etwa 3'', so kommt es mir zumindest vor, bis wir das Loch der SI-Einheit treffen... Piip - jetzt werden die die Beine und die Ellbogen ausgefahren!! Der Zieleinlauf gleicht einer Abfahrtspiste, steil, kurvig und rutschig. Wir schenken uns nichts (etwa so stelle ich mir Boarder-Cross vor), doch in er ersten Kurve verabschiede ich mich mit einem Herminator-Nagano98-Kamikaze-Sturz und Urs läuft zu einem ungefährdeten Sieg. Damit hat er sich also doch noch revanchiert für die Spurtniederlage auf dem Ceneri anno 2000. ;-) 

--> Karte 2. Tag

--> Resultate

 

Fazit Tessin

Ich bin mehr als zufrieden mit der momentanen Form, wenn ich mein Wintertraining anschaue! Technisch war es eine solide Leistung. Bezüglich (Mikro-)Routenwahl gibt's einiges zu verbessern, ich konnte bei Stefano auch gleich ein bisschen Anschauungsunterricht erhalten, wie man's macht. Und jetzt das beste: es hat mir wieder richtig Spass gemacht, einen OL-Wettkampf zu machen! Sogar ein leichtes Kribbeln im Magen verspürte ich am Sonntag vor dem Start, und es wurmte ich dann doch ziemlich, dass ich meinen Vorsprung noch vergeben hatte. Ein gewisser Ehrgeiz scheint also noch vorhanden zu sein..

Die Hard-Facts:

  • 2 OL-Wettkämpfe, gesamthaft 2. Rang, 7'' Rückstand.
  • 80km 1500Hm auf dem Velo.
  • 8 Blasen an den Füssen. Die empfindlichen Stellen an den Füssen werd ich nächstes Mal auch am Samstag mit Tape abdecken, dann tut's am Sonntag und Montag ein bisschen weniger weh. Nur weiss man leider immer erst im Nachhinein, wo ueberall die empfindlichen Stellen sind...
  • Das Training.

 

 

Kein Marathon

Nach reiflicher Überlegung habe ich entschieden, den Marathon am 17. April nicht zu laufen. Die Gründe sind folgende:

  • Ich habe 4-5 Wochen gutes Training verpasst im Januar und Februar. Bei einem 15-wöchigen Aufbau ist das zuviel.
  • Deshalb glaube ich nicht, dass ich eine für meine Verhältnisse gute Zeit von 2.30 - 2.35 laufen kann. Auch wenn die Form momentan gar nicht mal so übel ist. Einfach laufen, damit ich gelaufen bin, das war nie das Ziel.
  • Schlechtere Vorbereitung bedeutet grössere Verletzungsgefahr bei einem 2 1/2 stündigen Wettkampf auf Asphalt.
  • Schlechtere Vorbereitung bedeutet längere Erholungszeit bei einem so langen Wettkampf. Wenn ich 3 Wochen brauche, um mich zu erholen, ist fast Mitte Mai, bis wieder an richtiges (OL-)Training zu denken ist.
  • Das (Arbeits-)Umfeld wird sich auch in den nächsten Wochen nicht stark ändern. Ich bin bis Mitte Mai in einem Projekt involviert, bei dem der Arbeitsaufwand etwas schwierig abzuschätzen ist. Kann sein, dass ich kaum Zeit fürs Training finde, kann aber auch sein, dass zwei Trainings am Tag drinliegen. Jedenfalls ist es nicht optimal, um einen gezielten Aufbau voranzutreiben.

Die Erfahrungen des Marathontrainings werde ich jedoch trotzdem zu nutzen versuchen, indem ich diesen Frühling mehr als in anderen Jahren auf der Strasse trainiere, und auch den einen oder anderen Strassenlauf mache. Denn: Abwechslung im Training bringen dich weiter!