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Förmig werden
2005-06-21
 

Die letzten 10 Tage habe ich in Finnland im Trainingslager verbracht. Angefangen mit Suunto Games über Forssa Phone Games bis zur Jukola stand dieses Trainingslager im Zeichen von hoher Qualität im OL-Training, wobei die O-technischen und mentalen Fähigkeiten aufeinander abgestimmt werden sollten. Nicht zuletzt will ich mit diesen Wettkämpfen natürlich auch die physische Form steigern, damit ich in den nächsten Wochen den letzten Schliff für die WM-Testläufe holen kann.

Forssa Phone Games

Hatte ich zu Beginn an den Suunto Games vor allem physisch noch Mühe im ziemlich ruppigen (aber sehr schönen!) Gelände, ging es danach stetig aufwärts. Am Donnerstag standen die Phone Games auf dem Programm. Dieser Wettkampf ist wohl eines der härtesten Kurzstreckenrennen, die es gibt - zwei Tage vor der Jukola sind viele Leute in Form und der Veranstalter lockt mit attraktiven Preisen (früher gab es mal Handys, daher der Name), was eine grosse Teilnehmerdichte zur Folge hat. Wer hier nicht volles Risiko eingeht hat wohl keine Chance auf den Sieg. Bis auf zwei Fehler à ca. 45'' gelang mir ein sehr guter Lauf, ich fühlte mich sowohl läuferisch gut und konnte phasenweise nahe an der Perfektion OL machen. Mit solchen Fehlern ist natürlich nicht an einen Platz ganz vorne zu denken, so dass es gerade noch für den 25. Rang reichte. Allerdings ist schon ein Rang in der Top 10 sehr gut, da es in Finnland sehr viele Läufer gibt, die in ihrem Heimgelände und über eine knappe halbe Stunde sehr stark laufen können. Rangliste.

--> Karte Phone Games

 

Jukola

An der Jukola-Staffel, die nebst dem O-Ringen mit ca. 13000 Teilnehmern wohl der zweitgrösste OL-Anlass der Welt ist, bin ich einmal mehr für meinen schwedischen Klub Linköpings OK gelaufen. Dieses Jahr starteten in der Herrenstaffel 1300 7er-Teams! Start war um 23.00, und da es zu dieser Jahreszeit in Finnland nie wirklich dunkel wird, musste auch nur auf wenigen Strecken mit Nachtlampe gelaufen werden. Meine Aufgabe war, auf der Schlussstrecke die gute Arbeit meiner Vorderläufer zum Abschluss zu bringen oder aber nochmals ein paar Ränge gut zu machen. Da am Anfang einige Fehler passierten und ich nur in 50. Position starten konnte, traf diesmal eher letzteres zu. Wegen der ungewöhnlichen Startzeit um 6.00 morgens brauchte es ein besonders langes einlaufen und mehr als einen Kaffee, aber ich kam vom Beginn weg gut ins Rennen. Nachdem ich zum zweiten Posten eine schlechte Route erwischte, holte mich der kurz nach mir gestartete Norweger Öystein Kvaal Österbo (im Moment auf dem 4. Rang im Gesamtweltcup) auf. Wir harmonierten recht gut, wobei der Norweger oft einen ziemlich unsicheren Eindruck machte und ich öfters das Zepter übernehmen musste. Den 12. Posten suchten wir eine gute Minute, worauf uns 'the Slovakian Cobra' Marian Davidik (EM-2. im 2000) aufholte und wir in der Folge zu dritt unterwegs waren. Österbo hatte anscheinend einen schlechten Tag erwischt, er schien etwas in den Seilen zu hängen und verlor relativ bald den Anschluss, obschon er die selben Gabelungen hatte. Davidik's Tempo war gerade richtig, mit einem guten Zug, aber so dass es nicht wirklich weh tat und ich selbst auch aktiv laufen konnte. Im fast 700m langen Zieleinlauf war ich dann aber seinem Tempo nicht mehr ganz gewachsen. Mit diesem Lauf konnte ich jedoch noch ca. 8 Plätze gutmachen, so dass wir am Ende 42. wurden. Physisch trotz Trainingslager gut gefühlt, technisch jederzeit alles unter Kontrolle und mit einer grossen Sicherheit laufend, bin ich mit meinem Lauf zufrieden. Dass ich problemlos mit starken Läufern mithalten und auch selbst noch aktiv laufen konnte, macht mich zuversichtlich (obschon ich am Schluss doch sechs Minuten auf die Streckenbestzeit von Valentin Novikov verlor, aber mit Novikov, Jörgen Rostrup, Jamie Stevenson, François Gonon, etc. in einem Tram geht's halt doch nochmals anders ab...). Rangliste.

--> Karte Jukola

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich zufrieden bin mit den Trainings und den Wettkämpfen. Praktisch jeden Tag konnte ich ansteigende Form und vor allem technische Sicherheit spüren. Ich mache wieder OL und laufe nicht einfach mit Karte. Die nächsten Wochen bestehen aus tiefem Umfang mit einigen kurzen aber sehr intensiven Einheiten. Am Wochenende stehen der Nationale und die SOM auf dem Programm.

Hier geht's zum Training inkl. Karten.